Das Piercen von Piercings
Piercing vom Englischen übersetzt "to pierce" (das durchbohren oder durchstechen) ist eine Körpermodifikation, bei der sogenannter
Piercingschmuck in verschiedenen Formen wie zum Beispiel Ringen und Stäben an sehr Unterschiedlichen Stellen des menschlichen Körpers
durch die Haut und durch das darunter liegende Fett und/oder Knorpelgewebe eingebracht wird.
Der Vorgang des Piercen "des stechen eines Piercings"
Die zu piercende Stelle am Körper wird vom Piercer zunächst mit einem Oberflächen Antiseptikum desinfiziert,
desinfiziert wird, um eventuelle Infektionen zu vermeiden welche durch das einbringen von Schmutz oder Bakterien
beim Stechenvorgang ausgelöst werden könnten.
Nach dem desinfizieren der zu piercenden Stelle wird der Ein- und Austrittspunkt des Stichkanals üblicherweise mit
einem Sterilen Hautstift markiert, der Ein -und Austrittspunkt wird mit Hilfe einer speziellen Piercingzange fixiert,
welche an den Zungen wie eine ringförmige Klemmen aussieht. Durch diese Löcher wird nun die Piercingnadel auf die
markierten Stelle aufgesetzt und wird mit einen schnellen Stich durch die zu Piercende Stelle hindurchgeführt.
Als Piercingnadel wird im Normalfall eine Venenverweilkanüle benutzt. Bei einer Venenverweilkanüle ist die Nadel
durch einen Plastik- oder Teflonüberzug geschützt. Nach dem die Piercingnadel durch die zu piercende Hautstelle
gestochen wurde, wird sie entfernt. Nur der aus Kunststoff bestehende Überzug verbleibt in dem Stichkanal der Haut.
Mit der Hilfe dieses verbliebenen Überzuges wird der Piercingschmuck durch den Stichkanal gezogen. Und fertig ist
das Piercing.
Nach dem Stechen des Piercings wird die Frische Wunde mit einer Speziellen Piercingpflegelösung oder Salbe behandelt und
durch einen Verband gegen äußere Einflusse wie Bakterien und Schmutz geschützt.
Piercing durch einen Dermal Punch
Eine andere Methode ein Piercing zu stechen ist der so genannte Dermal Punch. Dabei werden die Gewebeteile mit einer
Hohlnadel (die einen Durchmesser von bis zu acht Millimetern haben kann) heraus gestanzt. Dieses Piercingverfahren
wird vor allem dann angewendet, wenn es gewünscht ist das Größerer Piercingschmuck ins Knorpelgewebe eingesetzt werden soll.
Da bei diesen Verfahren das Gewebe komplett entfernt wird und nicht wie es beim einfachen stechen verdrängt wird, heilen
Piercings die per Dermal Punch gestochen wurden besser, da der Piercingschmuck weniger Druck auf das umliegende Gewebe ausübt.
Piercing mit der Ohrlochpistole
Beim Ohrloch-Piercing oder dem so genannten Nostril-Piercing wird bei Frisören oder Juwelieren, sehr oft die Ohrlochpistole
angewendet. Von erfahrenen und gut geschulten Piercern wird das Verfahren der Ohrlochpistole abgelehnt, da bei dem Schießen
des Loches durch die Hautstelle das Risiko besteht, dass Gewebe einreißt oder Knorpel splittern. Aber ein wesentlich Risikoreicher
Aspekt ist das die verwendete Pistole zum Schießen des Ohrlochpiercings nicht vollständig sterilisierbar ist und man somit gefahr
läuft sich mit Krankheiten zu infizieren.
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